Prof. Dr. Thorsten Jungmann (Stand 2025-08-28)

James Watt (1736–1819) war ein schottischer Ingenieur, Erfinder und eine der Schlüsselfiguren der industriellen Revolution. Entgegen weit verbreiteter Annahmen hat er die Dampfmaschine nicht erfunden, sondern maßgeblich verbessert: Seine wichtigste Innovation war der separate Kondensator, der es ermöglichte, den Hauptzylinder der Dampfmaschine durchgehend heiß zu halten und so den Wirkungsgrad drastisch zu erhöhen. Diese Verbesserung machte die Dampfmaschine erstmals zu einer wirtschaftlich einsetzbaren Antriebsmaschine und gab entscheidende Impulse für die Mechanisierung von Fabriken, Bergwerken und dem Transportwesen.

Zu Watts weiteren Erfindungen zählen das sogenannte Watt’sche Parallelogramm, das eine gleichmäßigere Bewegung ermöglichte, Fliehkraftregler zur Drehzahlstabilisierung und zahlreiche Messinstrumente. Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Matthew Boulton gründete er in Birmingham eine Fabrik, die fortschrittliche Dampfmaschinen in Serie herstellte – ein Meilenstein für die Automatisierung und Massenfertigung.

Watt führte auch das Konzept der „Pferdestärke“ (PS) zur Leistungsbewertung technischer Anlagen ein. Ihm zu Ehren wurde später die internationale SI-Einheit der Leistung, das Watt (W), nach ihm benannt. Seine Arbeit förderte die Entwicklung der Thermodynamik und ebnete anderen Wissenschaftlern wie Faraday, Ohm oder Volta den Weg – und damit auch der modernen Elektrotechnik.

Referenz und zum Weiterlesen:
https://de.wikipedia.org/wiki/James_Watt
Bildquelle: Wikipedia