Prof. Dr. Thorsten Jungmann (Stand 2025-08-28)

Alessandro Volta (1745–1827) war ein bedeutender italienischer Physiker, der als Erfinder der ersten funktionsfähigen Batterie, der Volta’schen Säule, in die Geschichte der Elektrotechnik eingegangen ist. Mit dieser Erfindung ermöglichte er erstmals die kontinuierliche Erzeugung und Speicherung von elektrischer Energie, was grundlegende Experimente und Anwendungen in der Elektrodynamik, Chemie und später auch im Alltagsleben ermöglichte.

Volta wuchs als Sohn einer wohlhabenden Familie in Como auf und entwickelte früh ein starkes Interesse an der Elektrizität, das er im Selbststudium vertiefte. Schon als junger Wissenschaftler erfand er Geräte wie den Elektrophor zur Erzeugung statischer Elektrizität, ein empfindliches Elektroskop und führte zahlreiche Experimente mit Methan durch. Seine wichtigste Entdeckung resultierte aus der Auseinandersetzung mit den Forschungen von Luigi Galvani zur „tierischen Elektrizität“. Volta erkannte, dass bei den berühmten Froschschenkel-Experimenten nicht das tierische Gewebe, sondern die verwendeten Metalle die Quelle der Spannung waren. Das führte schließlich zur Entwicklung seiner Batterie um 1800, die aus abwechselnd geschichteten Kupfer- und Zinkscheiben bestand, getrennt durch in Salzlösung getränkte Tücher.

Volta prägte die Begriffe elektrische Spannung und Spannungsreihe. Die internationale Einheit der elektrischen Spannung, das Volt (V), wurde später nach ihm benannt. Für seine bahnbrechenden Entdeckungen wurde Volta zu Lebzeiten mit höchsten wissenschaftlichen Ehrungen überhäuft; Napoleon ernannte ihn sogar zum Grafen und Senator. Voltas Erfindungen und Erkenntnisse legten das Fundament für zahlreiche weitere Entwicklungen in Physik und Technik und sind bis heute zentral für die Elektrotechnik.

Referenz und zum Weiterlesen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Alessandro_Volta
Bildquelle: Wikipedia