Prof. Dr. Thorsten Jungmann (Stand 2025-08-28)

Charles-Augustin de Coulomb (1736–1806) war ein französischer Physiker und Ingenieur, der als Begründer der Elektrostatik und Magnetostatik gilt. Berühmt wurde er durch das nach ihm benannte coulombsche Gesetz, das die Kräfte zwischen elektrischen Ladungen beschreibt. Coulomb konnte erstmals quantitativ zeigen, dass sich zwei Punktladungen umso stärker anziehen oder abstoßen, je größer ihre elektrische Ladung ist, und dass diese Kraft mit dem Quadrat des Abstands zwischen den Ladungen abnimmt – ganz ähnlich wie bei Newtons Gravitationsgesetz.

Für seine Experimente entwickelte Coulomb die sogenannte Drehwaage, mit der er auch sehr kleine Kräfte zuverlässig messen konnte. Diese Erfindung war entscheidend, um die Naturgesetze von Elektrizität und Magnetismus experimentell zu prüfen. Neben seinen bahnbrechenden Arbeiten zur Elektrizität legte er auch wichtige Beiträge zur Mechanik, insbesondere zum Verständnis von Reibungskräften, vor. Für seine Verdienste wurde er Mitglied der französischen Akademie der Wissenschaften.

Zu Ehren von Coulomb trägt die internationale SI-Einheit der elektrischen Ladung den Namen Coulomb (C). Ein Coulomb ist die Menge an elektrischer Ladung, die in einer Sekunde bei einem Strom von einem Ampere durch einen Leiter fließt. Somit ist das Coulomb eine zentrale Größe in Elektrotechnik und Physik.

Coulombs Forschungen schufen ein fundamentales Verständnis für die Kräfte zwischen elektrischen Ladungen, das bis heute die Grundlage für zahlreiche Anwendungen im Bereich der Elektrotechnik, Physik und Technik bildet.

Referenz und zum Weiterlesen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Augustin_de_Coulomb
Bildquelle: Wikipedia