Prof. Dr. Thorsten Jungmann (Stand 2025-08-28)

André-Marie Ampère (1775–1836) war ein bedeutender französischer Physiker und Mathematiker, der als einer der Begründer der Elektrodynamik gilt. Er erkannte unter anderem, dass elektrische Ströme Magnetfelder erzeugen, und formulierte daraufhin das sogenannte Ampèresche Gesetz. Durch Experimente wies er nach, dass sich zwei parallel verlaufende stromdurchflossene Leiter anziehen oder abstoßen, je nachdem, ob die Ströme in die gleiche oder entgegengesetzte Richtung fließen. Damit legte er die Grundlage für das Verständnis des Zusammenhangs zwischen Elektrizität, Magnetismus und die daraus resultierenden Kräfte.

Ampère führte den Begriff der elektrischen Stromstärke ein und legte die bis heute gebräuchliche technische Stromrichtung fest. Sein Name lebt in der SI-Einheit der elektrischen Stromstärke und der magnetischen Durchflutung, dem Ampere (A), fort. Außerdem entwickelte Ampère einen der ersten elektromagnetischen Telegrafen und lieferte entscheidende Impulse für die Entwicklung des Elektromotors. Viele seiner Erkenntnisse waren entscheidend für die spätere technische Entwicklung, unter anderem für Elektromotoren, Transformatoren und die elektrische Nachrichtenübertragung.

Trotz persönlicher Rückschläge, etwa dem frühen Verlust seines Vaters während der Französischen Revolution, widmete Ampère sein Leben mit großem Wissensdrang und autodidaktischer Neugier den Naturwissenschaften. Sein Vermächtnis prägt die Elektrotechnik und Physik bis heute.

Referenz und zum Weiterlesen:
https://de.wikipedia.org/wiki/André-Marie_Ampère
Bildquelle: Wikipedia