Prof. Dr. Thorsten Jungmann (Stand 2025-11-09)

Léon Charles Thévenin (1857–1926) war ein französischer Telegrafeningenieur, der vor allem durch das nach ihm benannte Thévenin-Theorem bekannt wurde.

Thévenin wurde in Meaux, Frankreich, geboren und studierte an der renommierten École Polytechnique sowie der École Supérieure de Télégraphie. Nach seinem Abschluss arbeitete er bei der französischen Post- und Telegraphenverwaltung, wo er sich intensiv mit der Analyse elektrischer Schaltungen beschäftigte.

Thévenin entwickelte 1883 eine Methode zur Vereinfachung komplexer elektrischer Netzwerke, bekannt als Thévenin-Theorem. Dieses Theorem basiert auf den Kirchhoff’schen Regeln und dem Ohm’schen Gesetz und ermöglicht es, jede lineare Schaltung durch eine einfache Ersatzschaltung mit einer einzigen Spannungsquelle und einem Serienwiderstand darzustellen. Damit wurde die Berechnung von Strömen und Spannungen in komplexen Netzwerken stark vereinfacht.

Thévenins Werk ist bis heute ein grundlegender Bestandteil der Elektrotechnik und Netzwerktheorie, da sein Theorem Entwicklern und Studierenden hilft, elektrische Schaltungen effizient zu analysieren und zu verstehen. Er verstarb 1926 in Paris und wurde in seiner Geburtsstadt Meaux beigesetzt.

Referenz und zum Weiterlesen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Léon_Charles_Thévenin
Bildquelle: Wikipedia