Prof. Dr. Thorsten Jungmann (Stand 2025-11-09)

Edward Lawry Norton (1898–1983) war ein US-amerikanischer Elektronikingenieur, nach dem das Norton-Theorem benannt ist.

Norton wurde in Rockland, Maine, geboren und studierte Elektrotechnik am Massachusetts Institute of Technology (MIT) sowie an der Columbia University. Er arbeitete ab 1922 bei Western Electric, später bei den Bell Laboratories, und war ein Pionier auf dem Gebiet der Netzwerktheorie.

1926 beschrieb Norton in einem internen Bericht die Umwandlung von komplexen elektrischen Netzwerken in das sogenannte Norton-Äquivalent, das aus einer Stromquelle parallel zu einem Widerstand besteht. Dieses Theorem ermöglicht es, umfangreiche Netzwerke durch eine einfachere Ersatzschaltung darzustellen, was die Analyse und das Design von Schaltkreisen erheblich vereinfacht. Gleichzeitig wurde dieses Konzept unabhängig von dem deutschen Wissenschaftler Hans Ferdinand Mayer entdeckt, weshalb es auch als Mayer-Norton-Theorem bekannt ist.

Sein Lebenswerk ist bis heute von zentraler Bedeutung für Ingenieure und Wissenschaftler, die komplexe elektrische Netzwerke vereinfachen und verstehen möchten. Das Norton-Theorem ergänzt das verwandte Thévenin-Theorem und ist wesentlicher Bestandteil moderner Elektrotechnik und Schaltungstheorie.

Referenz und zum Weiterlesen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Edward_Lawry_Norton
Bildquelle: Wikipedia