Prof. Dr. Thorsten Jungmann (Stand 2025-08-28)

Edwin Herbert Hall (1855–1938) war ein US-amerikanischer Physiker, der durch die Entdeckung des Hall-Effekts im Jahr 1879 wissenschaftlich berühmt wurde. Während seiner Doktorarbeit an der Johns Hopkins University beobachtete Hall, dass in einem stromdurchflossenen leitenden Material eine Spannung quer zur Stromrichtung entsteht, wenn das Material einem senkrechten Magnetfeld ausgesetzt wird. Diese quer entstandene Spannung wird als Hall-Spannung bezeichnet und beruht darauf, dass die im elektrischen Strom fließenden Ladungsträger (meist Elektronen) durch die sogenannte Lorentzkraft seitlich abgelenkt werden.

Der Hall-Effekt ist heute eine fundamentale Methode, um die Eigenschaften von Materialien zu untersuchen, insbesondere:

  • Bestimmung von Ladungsträgerart und deren Dichte in Halbleitern (Unterscheidung von n-Typ und p-Typ).
  • Messung von Magnetfeldern mittels Hall-Sensoren, die in vielen modernen Geräten verwendet werden.
  • Messung von Stromstärken mit Stromzangen, in denen Hall-Sensoren verbaut sind.

Edwin Hall forschte später noch zu thermoelektrischen und galvanomagnetischen Erscheinungen und wirkte als Professor an der Harvard University. Seine Entdeckung veränderte das Verständnis der Elektrizität und des Magnetismus grundlegend und wird bis heute in Forschung und Technik intensiv genutzt.

Referenz und zum Weiterlesen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Edwin_Hall
Bildquelle: Wikipedia